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Brauchen Hotels 2026 noch 

einen Revenue Manager?

Revenue Manager Schweiz

Brauchen Hotels 2026 noch einen Revenue Manager?

Revenue Manager Schweiz

Künstliche Intelligenz, automatisierte Preisentscheidungen und moderne Revenue Management Systeme (RMS) verändern die Hotellerie rasant. Preise können heute innerhalb von Sekunden angepasst, Nachfrageentwicklungen erkannt und Forecasts automatisch erstellt werden.

Da stellt sich eine berechtigte Frage: Brauchen Hotels und Serviced Apartments überhaupt noch einen Revenue Manager?

Die kurze Antwort lautet: Ja. Aber seine Aufgabe verändert sich.

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Was macht ein Revenue Manager heute?

Klassisches Revenue Management war lange stark von manueller Arbeit geprägt. Belegung prüfen, Pickup analysieren, Mitbewerber vergleichen, Preise verändern, Restriktionen setzen und Forecasts aktualisieren.

Moderne Revenue Management Systeme können einen erheblichen Teil dieser Arbeit automatisieren.

Ein RMS analysiert beispielsweise historische Buchungsdaten, aktuelle Buchungsgeschwindigkeit, Nachfrage, Belegung, Marktinformationen und weitere Faktoren. Daraus entstehen Preisempfehlungen oder – je nach System und Konfiguration – automatische Preisanpassungen.

Der Revenue Manager wird dadurch nicht überflüssig.

Im Gegenteil: Er bekommt mehr Zeit für die Entscheidungen, bei denen menschliche Erfahrung und kommerzielles Verständnis besonders wichtig sind.


Technologie berechnet den Preis – Strategie bestimmt den Erfolg

Ein Algorithmus kann erkennen, dass die Nachfrage für ein bestimmtes Wochenende steigt.

Aber daraus ergeben sich weitere Fragen:

  • Soll der Preis sofort erhöht werden?
  • Soll eine Mindestaufenthaltsdauer eingeführt werden?
  • Welche Zimmerkategorien sollten noch verfügbar sein?
  • Soll das Hotel weiterhin über alle OTAs verkaufen?
  • Ist eine Buchung über Booking.com zu diesem Preis überhaupt noch attraktiv, wenn die Provision berücksichtigt wird?
  • Oder lohnt es sich, Kapazität für eine erwartete Nachfrage mit höherer Marge zurückzuhalten?

Genau hier beginnt professionelles Revenue Management.

Es geht nicht nur darum, den höchsten möglichen Zimmerpreis zu erzielen. Entscheidend ist, den richtigen Gast zum richtigen Zeitpunkt, zum richtigen Preis und über den wirtschaftlich sinnvollsten Vertriebskanal zu gewinnen.


Revenue Management wird zunehmend Profit Management

Eine hohe Auslastung bedeutet nicht automatisch einen hohen Gewinn.

Auch ein steigender Umsatz bedeutet nicht zwingend, dass ein Betrieb profitabler wird.

Deshalb sollte modernes Revenue Management neben ADR, Auslastung und RevPAR zunehmend weitere Faktoren berücksichtigen.

Dazu gehören unter anderem Distributionskosten, OTA-Provisionen, Aufenthaltsdauer, Reinigungskosten, Stornierungsbedingungen, Zahlungsgebühren, Personalkosten und operative Aufwände.

Ein Beispiel:

Eine Buchung über CHF 1'000 Umsatz mit hoher OTA-Provision und hohem operativem Aufwand kann wirtschaftlich weniger attraktiv sein als eine Direktbuchung über CHF 900.

Revenue Management entwickelt sich deshalb zunehmend in Richtung Profit Management.


Kann ein RMS den Revenue Manager ersetzen?

Ein gutes Revenue Management System kann einen Revenue Manager enorm unterstützen.

Es verarbeitet Daten schneller als ein Mensch, erkennt Muster und kann Preisentscheidungen rund um die Uhr umsetzen.

Trotzdem braucht es eine Strategie.

Ein RMS muss richtig konfiguriert werden. Mindest- und Höchstpreise, Saisonalitäten, Marktbesonderheiten, Segmente und Restriktionen müssen zum jeweiligen Betrieb passen.

Und nicht jede Besonderheit eines Hotels oder Apartmentbetriebs lässt sich vollständig aus historischen Daten ableiten.

Renovationen, neue Mitbewerber, Veranstaltungen, Veränderungen im Gästemix, neue Vertriebskanäle oder eine strategische Neupositionierung benötigen weiterhin menschliche Einschätzung.

Die beste Kombination ist deshalb nicht Mensch oder Technologie. Sondern Mensch und Technologie.


Brauchen auch kleine Hotels Revenue Management?

Revenue Management ist nicht nur für grosse Stadthotels und internationale Hotelketten relevant.

Gerade kleinere Hotels verfügen häufig über begrenzte Kapazitäten. Ein Zimmer, das heute nicht verkauft wird, kann morgen nicht nachträglich verkauft werden.

Gleichzeitig fehlt kleineren Betrieben häufig die Kapazität für einen eigenen Vollzeit-Revenue-Manager.

Eine mögliche Lösung ist Revenue Management Outsourcing oder regelmässiges Revenue Coaching.

Dabei übernimmt ein externer Revenue Manager die laufende Analyse und Preisstrategie oder unterstützt die Geschäftsleitung bei strategischen Entscheidungen.


Revenue Management für Serviced Apartments

Auch für Serviced Apartments, Aparthotels und Apartmentbetriebe wird professionelles Revenue Management zunehmend relevant.

Hier kommen zusätzliche Faktoren hinzu.

  • Soll ein Apartment für 30 Nächte zu einer tieferen Rate verkauft werden oder für kurzfristige Buchungen mit höherem Tagespreis verfügbar bleiben?
  • Wie hoch sollte ein Wochen- oder Monatsrabatt sein?
  • Welche Mindestaufenthaltsdauer ist sinnvoll?
  • Wie verändern sich Reinigungskosten und operative Kosten bei längeren Aufenthalten?

Revenue Management für Serviced Apartments benötigt deshalb eine andere Strategie als klassisches Hotel Revenue Management.


Revenue Management Outsourcing in der Schweiz

Nicht jeder Beherbergungsbetrieb benötigt einen internen Revenue Manager.

hotel boost unterstützt Hotels, Serviced Apartments und andere Beherbergungsbetriebe in der Schweiz im Revenue Management – sowohl im Outsourcing als auch durch Coaching, Analysen und strategische Beratung.

Dabei betrachten wir nicht nur Preise.

Wir verbinden Revenue Management mit Distribution, Hoteltechnologie, Digitalisierung und Profitabilität.

Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur:

Wie können wir den Umsatz steigern?

Sondern:

Wie können wir den Betrieb nachhaltig profitabler machen?


Fazit: Der Revenue Manager verschwindet nicht – seine Rolle verändert sich

KI und Revenue Management Systeme werden einen immer grösseren Teil der Datenanalyse und Routinearbeit übernehmen.

Das ist eine positive Entwicklung.

Denn Revenue Manager können sich dadurch stärker auf Strategie, Marktverständnis, Distribution und Profitabilität konzentrieren.

Ein Revenue Manager wird 2026 deshalb nicht weniger wichtig.

Er arbeitet nur anders.

Technologie rechnet.

Der Mensch entscheidet, welche Strategie daraus entsteht.